Glossar
Die Begriffe, die Ihnen bei der Suche nach einer Maschine begegnen — ohne Fachchinesisch erklärt. Zum Überfliegen oder als Nachschlagewerk, während Sie unsere Tests und Ratgeber lesen.
- Akkubetrieb
- Läuft mit einem wiederaufladbaren Akku. Leise, sauber und einfach zu starten, mit Bewegungsfreiheit; Laufzeit und Leistung hängen vom Akku ab — ein Ersatzakku lohnt sich oft.
- Anbaugerät
- Ein wechselbares Werkzeug, das über die Zapfwelle oder einen Anbauflansch des Einachsschleppers angetrieben oder geführt wird: Fräse, Balkenmäher, Schneefräse, Kehrmaschine, Pflug, Anhänger. Die Geräteauswahl entscheidet oft mehr als die reine Motorleistung.
- Arbeitsbreite
- Wie breit ein Streifen ist, den die Maschine in einem Durchgang bearbeitet, in Zentimetern. Mehr Breite schafft Fläche schneller, ist aber auf engem Raum schwerer zu führen und braucht mehr Leistung.
- Arbeitstiefe
- Wie tief die Messer reichen. Tiefer ist besser, um neuen Boden aufzubrechen oder ein Saatbeet anzulegen; flache Durchgänge eignen sich zum Hacken und zur Oberflächenbearbeitung.
- Bodenfräse
- Eine Maschine, die den Boden mit angetriebenen, rotierenden Messern (Hacksternen) bearbeitet. Im deutschsprachigen Raum auch „Gartenfräse" genannt — der Oberbegriff für die ganze Geräteklasse vom kleinen Gartengerät bis zum schweren Profigerät.
- Bodengare
- Die krümelige, bearbeitbare Struktur eines gut kultivierten Bodens. Eine „feine Gare" ist das Ziel für ein Saatbeet — kleine, gleichmäßige Krümel statt grober Schollen.
- Bodenverdichtung
- Durch Gewicht oder Befahren dicht zusammengepresster Boden, in den Wurzeln und Wasser schlecht eindringen. Schwerer Lehm verdichtet leicht; die richtige Maschine und der richtige Zeitpunkt helfen, ihn aufzubrechen.
- Bürstenloser Motor
- Eine effizientere, langlebigere Elektromotor-Bauart. Bei Akkugeräten bedeutet das mehr Arbeit pro Ladung und weniger Verschleißteile.
- Einachsschlepper
- Ein handgeführtes Antriebsgerät mit Getriebe und Zapfwelle, das wechselbare Anbaugeräte antreibt — Fräse, Balkenmäher, Pflug, Anhänger und mehr. Das professionelle Ende der Klasse und im Alpenraum besonders verbreitet.
- Elektrostart
- Eine Batterie und ein Anlasser starten den Motor auf Knopfdruck — deutlich bequemer als der Seilzug, gegen etwas Mehrgewicht und Aufpreis.
- Frontfräse
- Die Fräse sitzt vor den Rädern (oder die Maschine hat keine angetriebenen Räder). Leicht, günstig und wendig, kann aber auf hartem Boden springen und verlangt mehr Kraft zur Führung.
- Gegenläufige Fräse
- Messer, die sich entgegen der Fahrtrichtung drehen — zu finden bei leistungsfähigen Heckfräsen. Sie graben sich aggressiv in harten Boden ein, statt darüber hinwegzulaufen.
- Grauimport
- Eine Maschine, die außerhalb des offiziellen Vertriebs in den Markt kommt — verbreitet bei Diesel-Einachsschleppern für den Weltmarkt. Die Preise wirken niedrig, aber es gibt kein Händlernetz, also Ersatzteile und Service einkalkulieren.
- Hacksterne / Fräsmesser
- Die gebogenen Messer, die die eigentliche Grabarbeit leisten. Sie sind in Sätzen auf der Frässpindel verschraubt; mehr oder breitere Messer bedeuten eine breitere Arbeitsbreite. Verschlissene oder verbogene Messer graben schlecht und belasten das Getriebe.
- Hanggerät / Hangtauglichkeit
- Im Alpenraum ein zentrales Kriterium: ein Einachsschlepper mit niedrigem Schwerpunkt, schwenkbarem Holm und passender Bereifung für die Arbeit am Hang. Hersteller wie Rapid, Bucher, Aebi und Brielmaier haben hier ihren Ruf.
- Heckfräse
- Die Fräse sitzt hinter angetriebenen Rädern. Schwerer und teurer, aber auf hartem oder verdichtetem Boden weit leistungsfähiger, weil sich die Maschine selbst vorwärtszieht, während die Messer graben.
- Honda-GX-Motor
- Eine weit verbreitete Familie zuverlässiger Benzinmotoren (GX160, GX200, GX340, GX390 …), die in vielen Fräsen und Einachsschleppern verbaut wird. Die Zahl entspricht grob dem Hubraum und der Leistung.
- Kabelgebundener Elektroantrieb
- Netzbetrieb über ein Kabel. Leicht, leise und wartungsarm, mit unbegrenzter Laufzeit, aber an die Steckdose gebunden und in der Leistung begrenzt. Am besten für kleine, hausnahe Flächen.
- Mittelfräse
- Mittig unter der Maschine angeordnete Fräse — sie verbindet die Wendigkeit der Frontbauweise mit besserer Kontrolle. Häufig bei Benzin-Gartenfräsen der Mittelklasse.
- Motorhacke
- Ein leichteres Gerät zum Lockern der obersten Bodenschicht eines bereits bearbeiteten Beets — ideal zum Hacken zwischen Reihen und zum Vorbereiten des Saatbeets, weniger geeignet, um festen oder neuen Boden aufzubrechen.
- Seilzugstart (Reversierstart)
- Das Starten eines Benzinmotors durch Ziehen an einem Seil. Zuverlässig und einfach, aber bei größeren Motoren oder eingeschränkter Greif- und Schulterkraft mühsam.
- Umkehrfräse
- Ein Profi-Rotor, der unteren Boden nach oben hebt und Pflanzenreste an der Oberfläche unterhebt — so entsteht in einem Arbeitsgang ein feines, ebenes Saatbeet. Meist an Einachsschleppern.
- Zapfwelle
- Eine angetriebene Welle, die die Motorkraft an ein Anbaugerät überträgt. Zapfwellengeräte können Werkzeuge weit über die Bodenbearbeitung hinaus betreiben — das unterscheidet einen echten Einachsschlepper von einer einfachen Fräse.